Die Ergebnisse einiger Studien finden sich im Journal
Zusammen mit der Initiative für Nachhaltigkeit (IfN) der Universität Duisburg-Essen kann nun das Institut Cultura21 eine Bestandsaufnahme der Nachhaltigkeitsinitiativen an deutschsprachigen Hochschulen präsentieren.
Leistung dieser Umfrage ist es, die Profile und Vernetzungen der teilnehmenden Initiativen darzustellen.Unter den Bundesweiten und lokalen Initiativen werden u.a. sneep, YOIS e.V.,
oikos und der Dachverband der Studierendeninitiativen vorgestellt.
Davide Brocchi (Cultura21) sieht Hochschulen als »potenzielle Nachhaltigkeitspioniere, gesellschaftliche Labore und Zukunftswerkstätten«.
Dort fließen alle Prozesse der Wissensschaffung und -Vermittlung zusammen, womit die Hochschule mit allem Recht als Kulturort bezeichnen werden kann. Brocchi merkt aber an, dass höhere Bildung nachhaltiges Handeln bewirkt.
Denn die Qualität der Bildung ist ausschlaggebend, um integratives Denken zu initiieren und einen Grundstein für nachhaltiges Handeln zu setzen.
Kritisch blickt Brocchi auf die Funktionalisierung der Hochschulen, welche eine Reduktion auf ihren Betrieb bedeutet, und eine »unangenehme Ruhe« nach sich zieht. Im Gegensatz zu den Hochzeiten studentischen Einflusses scheint die Stimme der Studierenden versiegt zu sein. Doch es regt sich etwas an deutschen Hochschulen, dies soll die Kurzstudie von Cultura 21 und der Initiative für Nachhaltigkeit (IfN) zeigen.
Eine neue Studierendenkultur ist im Begriff sich zu entwickeln. Es gibt viel zu tun, packen wir es an.
»Bestandaufnahme der Hochschulinitiativen als PDF (424KB)
In Deutschland leben mehr als 600.000 Italiener. Sie waren die ersten Gastarbeiter, die nach Deutschland kamen. Italienische Migranten gelten als gut integriert. Trotzdem ist es nicht einfach, von einer italienischen Migrantengemeinschaft zu sprechen. Viele Italiener pendeln ständig zwischen alter und neuer Heimat. Viele von ihnen leiden unter dem schlechten Bildungsniveau und der Arbeitslosigkeit. Das Institut Cultura21 hat für die Kulturpolitische Gesellschaft eine Expertise verfasst.
Im Auftrag der Kulturpolitischen Gesellschaft, Bonn.
Neben der Entwicklung und den Trends der Migrationsströme nach Italien, wurde der politischen und kulturellen Umgang der italienischen Institutionen, der Zivilgesellschaft, der Medien und der Bevölkerung mit dem Thema "Einwanderung" analysiert. Schließlich wurde die Migrationspolitik der Stadt Bologna unter die Lupe genommen.
Immer mehr Großunternehmen engagieren sich im kulturellen, sozialen oder ökologischen Bereich. Manche von ihnen verfassen jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht. Verfolgen sie damit gleiche Ziele und Strategien? Wie sehr werden diese Ziele im Unternehmen selbst erlebt? Oder sind sie nur Ausdruck einer PR-Strategie?
Eine Vergleichsanalyse von zehn Fallbeispielen aus verschiedenen Ländern soll helfen, Unterschiede, Gemeinsamkeiten aber auch Widersprüche zu erkennen.
Studie von Jessica Battré und Davide Brocchi in Zusammenarbeit mit Anke Steinbach (Nonprofit Business Consult)
Fallbeispiele- Hewlett-Packard (USA)- Otto GmbH & Co KG / Otto Versand (Deutschland)- Allianz Versicherung (Deutschland)- Starbucks (USA)- BAE Systems Company (GB)- Nike (USA)- ExxonMobil (USA)- Nestlé (Schweiz)- Bertelsmann AG (Deutschland)- Pfizer Inc (USA)
»Erste Ergebnisse als PDF (625KB)
Kulturattac ist die Vorgeschichte von Cultura21. 2002 wurde die Initiative in Düsseldorf gegründet. Sie wollte eine Brücke zwischen der globalisierungskritischen Attac-Bewegung und Kulturschaffenden und Kulturvermittlern aufbauen. Im Mai 2003 wurde sie als bundesweite Arbeitsgruppe von Attac Deutschland anerkannt. Im Jahr 2004 zählte sie etwa 250 Mitglieder bundesweit. Die Frage der Autonomie und des Stellenwertes der Kulturbewegung in der politischen Bewegung führte zu dem Ende von Kulturattac, Ende 2004.
Hier die Ergebnisse der Auswertung dieser Erfahrung
»kulturattac_auswertung1.pdf (24KB)
»kulturattac_auswertung2.pdf (36KB)
Die Hypothese: Jede Entwicklungspolitik und jedes gesellschaftliche Entwicklungsmodell spiegelt eine Kultur wider. Das gilt für die Modernisierungstheorien, für die so genannten "Dependencia-Theorien", für die neoliberale Globalisierung sowie für das "Ecodevelopment" und das Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung
Die Studie konzentriert sich auf zwei interaktive Funktionen der Kultur:
(a) Passive Funktion: Weltsicht, Interpretation der Realität, Konstruktion der Wirklichkeit, Vereinfachung der Komplexität;
(b) Aktive Funktion: gesellschaftlicher Zukunftsplan, Verhaltensstruktur (Sozialisation), Modell für die Anpassung und die Kontrolle der sozialen und ökologischen Umwelt durch die Nutzung von Technologien.
Ergebnisse: Die Verbindung von technologischem Fortschritt mit sozialen Strukturen der Ungleichheit unterstützt einen Prozess, der zu einer steigenden Übereinstimmung von Kultur und System führt.
Bei der heutigen sozial-ökologischen Krise gibt es einen wichtigen Zusammenhang zwischen der Abschottung der dominierenden Kultur gegenüber der Realität und der Trennung des gesellschaftlichen Systems von seiner Umwelt. Die dominierende Kultur ist zunehmend selbstreferentiell. Ihre Wahrnehmung der Umwelt sinkt. Die Machtstrukturen hemmen die Lernfähigkeit und die Offenheit der dominierenden Kultur. Die Technologien ermöglichen eine Kontrolle der sozialen Umwelt (s. Medien) und einer Anpassung der ökologischen Umwelt. Damit werden aber die Probleme nur kurzfristig marginalisiert, die wachsende soziale Polarisierung führt zu einem Konfliktpotenzial, das Wirtschaftswachstum stößt an seine biophysischen Grenzen.
Autor: Davide Brocchi, Dipl. Soz.-Wiss.;
Institution: Universität Bologna (Italien); Jahr: 2001
»Inhaltsverzeichnis der Studie als PDF (28KB)