Subkulinaria ist ein interdisziplinäres und interkulturelles Projekt, das dominante Lebensstile am Beispiel der Ernährung kritisch reflektiert und neue Lebensstile durch die Auseinandersetzung mit »kulinarischen Subkulturen« fördert.
Als Grundbedürfnis des Menschen und als multidimensionales Thema ist die Ernährung ein idealer Katalysator, um den Dialog an den unsichtbaren Grenzen im Alltag zu fördern. Menschen, die normalerweise keinen Zugang zu Kunst und Wissenschaft haben, den Kontakt zu fremden Kulturen meiden oder sich wenig für Biolandwirtschaft interessieren, sind für uns wichtige Zielgruppen.
Höhepunkt von Subkulinaria ist eine öffentliche Veranstaltungsreihe, die vom 2. August bis 31. August 2008 in Köln stattfinden wird.
Den Auftakt bildet ein symbolischer Umzug, bei dem Kulturschaffende, Performer, Verbraucher sowie Biolandwirte mit ihren Tieren vom Land in die Stadt ziehen werden. Damit wird die unbewusste Nabelschnur symbolisiert, die das Überleben der Stadt immer noch garantiert. Der Umzug mündet in einem Stadtfest auf einer grünen Wiese im Zentrum von Köln mit einer großen Bühne und zahlreichen Ständen von Biolandwirten, Gastronomen und Initiativen.
Für einen Monat bietet dann Subkulinaria ein reichhaltiges Programm aus Lesungen, Filmen, Vorträgen, Ausstellungen, Tanz- und Theatervorführungen und weitere Aktivitäten zu den Themen Landwirtschaft, Ernährung und Subkultur. Das vielfältige Kulturangebot spiegelt sich in der internen Zusammensetzung der Projektgruppe wieder: Künstler arbeiten hier mit Wissenschaftlern zusammen, Pädagogen mit Landwirten, Köche mit Medienmachern, Einheimische mit Migranten. Alle kommen aus Köln und Umgebung.
Diese Stadt bietet ein unübersehbares Potenzial für Subkulinaria: Sie ist eine multikulturelle Stadt mit zahlreichen Partnerstädten; eine Kunst-, Medien- und Universitätsstadt, die von Landwirtschaft und Natur umgeben ist. Aber auch eine Stadt von Industrie und Gewerbe, was einen großen Einfluss auf die Entwicklung von (Ess-)Kulturen hatte und hat.